Raku-Keramik

Die Tradition der Raku-Keramik geht zurück in frühe Zeiten koreanischer und chinesischer Töpferei und erreichte ihre höchste Blüte unter den japanischen Rakumeistern. Die traditionellen Werkstücke waren Teeschalen, die in den Tee-Zeremonien ihre Anwendung fanden.

 

Die strenge Einfachheit dieser klassischen Raku-Keramik ist nach dem 2. Weltkrieg, ausgehend von den USA, durch kaum überschaubare Experimente in Form, Oberflächengestaltung und Glasur abgelöst worden.

 

Bei diesem Raku in westlichem Stil werden niedrig gebrannte Werkstücke nach einem ersten Rohbrand mit einer Glasur versehen. Der Glasurbrand erfolgt bei Temperaturen von ca. 1000 °C in einem holz- oder gasbefeuerten Ofen. Mit langen Zangen werden die Stücke, sobald die Glasur ausgeschmolzen ist, in rotglühendem Zustand aus dem Ofen entnommen und zum Nachbrand in organisches Material (Sägespäne, Stroh, Laub, Tannennadeln etc.) gebettet. Dies geschieht in geschlossenen Gefäßen um durch Sauerstoffeinschränkung eine Nachreduktion zu erreichen. Der Reduktionsprozess wird nach ungefähr einer halben Stunde durch schnelles Abkühlen des Objektes in Wasser beendet.